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Winterreifen – Die wichtigsten Informationen zum Thema

Mitte Oktober werden die Tage merklich kürzer und zunehmend dunkler – der erste Schneefall ist nicht mehr weit und ein Wechsel von Sommer- auf Winterreifen steht demnächst bevor.

Winterreifen - WestBerlinCustoms

Die Kennzeichnung von Winterreifen:

Winterreifen verfügen über eine M+S-Kennzeichnung (auch M/S oder MS). Diese Bezeichnung steht für „Matsch und Schnee“ (engl. „mud and snow“). Das Kennzeichen trägt ein Reifen, der für winterliche Fahrbahnen entwickelt wurde.

Es gibt nach aktuellem Stand (08/2010) keine gesetzliche Vorschrift, über welche Eigenschaften ein Reifen verfügen muss, um dieses Kennzeichen tragen zu können. Die M+S-Kennzeichnung ist daher zunächst als Anhaltspunkt für einen Winterreifen zu verstehen.

Winterreifen sollten daher zusätzlich mit dem Symbol einer Schneeflocke versehen sein. Entwickelt in den USA kennzeichnet dieses Symbol Reifen mit besseren Wintereigenschaften, als ein genormter, standardisierter Vergleichsreifen.

Auch in Europa hat sich das Schneeflockensymbol mittlerweile als eine Art Gütesiegel für Winterreifen etabliert. Reifen, die mit einem Schneeflockensymbol ausgezeichnet sind, werden in der Regel, bezogen auf ihre Leistungsfähigkeit, im oberen Drittel der Winterreifen angesiedelt.

Die Eigenschaften von Winterreifen:

Winterreifen und Sommerreifen unterscheiden sich primär durch drei Merkmale:

  • Das Lamellenprofil:
    Feine Profileinschnitte begünstigen einen Verzahnungseffekt mit der Oberfläche der Fahrbahn. Bis zu 2000 Lamellen haben Winterreifen, die auf einen Blick eine Unterscheidung zu Sommerreifen ermöglichen. Von Hersteller zu Hersteller unterscheidet sich die Profilform der Winterpneus.
  • Die spezielle Gummimischung von Winterreifen:
    Diese Gummimischung verhindert eine Verhärtung des Gummis bei niedrigen Temperaturen. Für Laien ist der Unterschied optisch nicht zu erkennen, jedoch fühlbar: Im Gegensatz zu Sommerreifen sind Winterreifen deutlich weicher. Aus dieser Eigenschaft folgt ein höherer Rollwiderstand und schnellerer Verschleiß. Daher sollten sie nur in der Winter-Saison montiert werden.Die Gummimischung sorgt dafür, dass Winterreifen verglichen mit Sommerreifen bei Schnee und Matsch, aber auch bei nasser Fahrbahn, deutlich besser beschleunigen und sich Bremswege deutlich verkürzen (um bis zu 65%). Auch das Aquaplaning wird reduziert oder sogar ganz verhindert.
  • Tieferes Profil der Winterreifen:
    1,6 mm sind als Mindest-Profiltiefe für alle Reifen gesetzlich vorgeschrieben. Es wird wiederholt davor gewarnt, Winterreifen bis zu dieser Verschleißgrenze herunterzufahren. Mindestens 4 mm Profiltiefe sollten Winterreifen aus Sicherheitsgründen aufweisen.In Österreich beispielsweise ist dieses Maß gesetzlich vorgeschrieben. Wer in dieses Alpenland reisen möchte, sollte seine Bereifung auf das Mindestmaß von 4 mm Profiltiefe prüfen (gemessen am Hauptprofil, bzw. auf der Lauffläche in den beiden Mittel-Rillen).In vielen Fällen verlieren Winterreifen unterhalb dieser Profiltiefe die Eigenschaften, die einen Winterreifen ausmachen: Abgefahrene Lamellen greifen nicht. Eine abgefahrene, weiche Fahrschicht und ausgehärtetes Gummi, das zuvor stabilisierte, erhält den Fahrbahnkontakt nicht aufrecht.

Der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen:

Derzeit gibt es noch keine Vorschrift, wann man den Winterreifenwechsel vornehmen sollte (Stand 08/2010). Laut der aktuellen StVO gilt: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen.“.

Eine Neufassung der Verordnung für die Einführung einer Winterreifenpflicht, wurde im Oktober 2010 seitens der Bundesregierung angekündigt. Derzeit sind keine Einzelheiten bekannt.

Eine Winterreifenpflicht wird vermutlich noch in diesem Winter beschlossen werden.

Es gilt die allgemeine Empfehlung, den Winterreifen-Wechsel je nach Witterung und Region zwischen Oktober und November vorzunehmen und nicht bis zum Schneefall abzuwarten. Die Winterreifen sollten bis Ostern montiert bleiben, da es auch zu dieser Zeit noch Frosteinbrüchen geben kann.

Zustand der alten Winterreifen:

Neben einer Mindestprofiltiefe von 4mm, ist das Reifenalter ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Im Laufe der Zeit verändert sich die chemische Zusammensetzung des Gummis, härtet aus und/oder wird porös.

Es wird empfohlen, Autoreifen nie länger als 10 Jahre zu nutzen. Seitens des ADAC wird empfohlen, die Winterreifen nach 5 Jahren auszutauschen. Abweichende Empfehlungen von Reifenherstellern sollten in jedem Fall beachtet werden.

Mit Hilfe der aufgeprägten DOT-Nummer lässt sich das Reifenalter jedes Reifens problemlos bestimmen. Im Jahr 2000 haben die Reifenflanken eine vierstellige DOT-Nummer erhalten. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die anderen Beiden das Produktionsjahr.

Beispiel: DOT 0509

Die 05 bescheinigt die fünfte Kalenderwoche als Produktionszeitpunkt, die 09 das Jahr 2009. Neben dem Reifenalter sollte auch der tatsächliche Zustand überprüft werden. Schäden, wie Beulen oder Risse machen einen vorzeitigen Wechsel notwendig.

Der Neukauf

Vor dem Kauf neuer Winterreifen empfehlen aus wir einen Blick auf aktuelle Reifentests, wie den Winterreifentest des ADAC. Gern beraten wir Sie bei West-Berlin-Customs zu aktuellen Testsiegern verschiedener Prüfinstitutionen.

Im Extremfall ist ein guter, bzw. ein nicht so guter Winterreifen entscheidend für den Unterschied zwischen Leben oder Tod. Weitaus häufiger verhindert ein guter Winterreifen jedoch die Notwendigkeit einer Haftpflichtdeckung bei einem Glätteunfall.

Winterreifen-Angebote bei West-Berlin-Customs beinhalten alle Leistungen für einen sorgenfreien Wechsel: Inbegriffen ist das Auswuchten, die Montage, Ventile, die Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer.

Ein Hinweis:
Laut einem Gerichtsurteil dürfen Reifen bis zu fünf Jahre nach der Herstellung bei sachgerechter Lagerung als neu verkauft werden. Bei West-Berlin-Customs bestellen wir solche Ware nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden. Etwa 95% unserer Ware ist nicht älter als ein Jahr.

Sollte Ihnen ein günstiger Reifensatz angeboten werden, besteht die Möglichkeit, dass diese Reifen die Höchstlagerdauer in Kürze erreicht haben oder diese überschritten wurde. Sie können dies, wie oben beschrieben, mit Hilfe der DOT-Nummer prüfen.

Zusammenfassung:

• Reifen nicht bis zur gesetzliche Mindestprofiltiefe abfahren!

• Empfohlene Mindestprofiltiefe (Winterreifen 4 mm;  Breitreifen 3 mm)

• Reifen auf Stiche, Schnitte, Risse und Beulen prüfen!

• Mit Hilfe der DOT-Nummer Reifen auf das „Alter“ prüfen (6 Jahre nach Montage wechseln!).

• Die Luftdruckfüllung und -messung stets an kalten Reifen.

• Luftdruck an die Beladung anpassen. Informationen stehen in der Bedienungsanleitung, am Tankdeckel oder Türholm.

• Preisvergleich lohnt immer: West-Berlin-Customs erstellt Ihnen gern ein kostenloses Angebot.

• Unsere Angebote für neue Reifen enthalten die Positionen: Reifen, Auswuchten, Montage, Ventile, Altreifenentsorgung (inkl. MwSt.).

• Reifen und Felgen vor dem Einlagern säubern (aggressiver Bremsstaub).

• Reifen trocken und kühl lagern.

• Ihre alten Reifen müssen einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden. West-Berlin-Customs übernimmt diese Leistung gern.